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Ernst
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Nach den ersten 5 Bänden habe ich diesen Abschlussband ziemlich lange bei mir im Regal gelagert. Zunächst, weil ich keine rechte Lust hatte den knapp 1300 Seiten Wälzer in Angriff zu nehmen und später seit der Morgenstern-Reihe, die mich endgültig Knausgard-süchtig gemacht hat, dient er mir als eiserne Reserve für die Zeiten des kalten Entzugs. Am 20.5.26 erscheint Arendal. Zeit zum Warmlaufen.
— 9 hours, 23 min ago
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Ernst’s Previous Updates
Ernst
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Bis hierhin und wahrscheinlich noch über weite Strecken des Buchs ist das Leitthema die Veröffentlichung der bisherigen Bände und der Rezeption durch sein Umfeld. Da er reale Namen verwendet, hat Knausgard das Manuskript seines ersten Bands „Sterben“ an etliche Personen geschickt, die in dem Roman vorkommen. Ein Onkel ist erbost und will Knausgard verklagen. Er weiß nicht was er tun soll und spricht…
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Ernst
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9 hours, 23 min ago
„Dass Ich in der Literatur ähnelt, dem Ich in der Wirklichkeit insofern, dass das Einzigartige des Einzelnen nur durch das ausgedrückt werden kann, was allen gemeinsam ist, was in der Literatur die Sprache ist. Sämtliche literarischen Ichs verwenden dieselben Worte, der einzige Unterschied, also das, was ein literarisches Ich von einem anderen unterscheidet, ist die Art und Weise, wie diese Worte verteilt werden, und das in dieser unterschiedlichen Verteilung, die mit ein wenig Abstand betrachtet, marginal ist, ein Ich entstehen konnte, dass so groß und lebendig ist wie zum Beispiel Emily Dickinsons, ist ganz erstaunlich. Es wird auch nicht weniger erstaunlich, wenn wir daran denken, dass zu ihren Lebzeiten so gut wie niemand ihre Gedichte las.“
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Ernst wrote: "„Dass Ich in der Literatur ähnelt, dem Ich in der Wirklichkeit insofern, dass das Einzigartige des Einzelnen nur durch das ausgedrückt werden kann, was allen gemeinsam ist, was in der Literatur die..."Danke für die Textbeispiele - ich bin zu verbohrt für so etwas, Knausgard reizt mich gar nicht. Genauer betrachtet haben die einzelnen Beobachtungen ja kaum etwas miteinander zu tun - bspw. kann sich das Ich der Wirklichkeit durch seine Handlungen ausdrücken, unabhängig von der Sprache, einfach durch sein Tun, sein Dasein, das ist dem literarischen Ich völlig unmöglich ... diese Vermischung führt bei mir nur zum Brainfog; und was hat denn die Tatsache, dass Emily Dickinson damals kaum publiziert hat, damit zu tun, dass sie interessante Gedichte geschrieben hat. Die adversative Konstruktion fällt ja komplett in sich zusammen. Und wieso schreibt er aus der "Wir"-Perspektive? Schräg.
Ach es ist so schwer Textbeispiele bei ihm zu bringen, weil essayistische Überlegungen oft fließend in Alltagshandlungen übergehen. Ich werde es weiterversuchen.
Ernst wrote: "Ach es ist so schwer Textbeispiele bei ihm zu bringen, weil essayistische Überlegungen oft fließend in Alltagshandlungen übergehen. Ich werde es weiterversuchen."Wenn ich's mal versuche, benötige ich ohnehin ein kürzeres Buch als diese Mammutwälzer. Danke für die Mühe, ich werde deine Exzerpte lesen :D

