Anna Carina’s Reviews > Der grüne Heinrich. Erste Fassung > Status Update
Anna Carina
is 51% done
Jetzt im 3.Band 1. Kapitel.Goethe in da house. Heinrich hat sich erst mal 30 Tage sämtliche Werke reingezogen und zwitschert jetzt Goethes Lebensgrund, harmonische Passungen, innere Ruhe um zum goldenen Spiegel zu werden, in der Gegend rum. Musste mir vom Sprachmodell bestätigen lassen, dass das alles Goethes Ansinnen war, was H. hier von sich gibt und muss feststellen: ich weiß nix von Goethe.
— May 20, 2026 10:08AM
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Anna Carina
is finished
🥳 I DID IT!!
Meine Fresse, JA!
💪
Sehr viel Traktat. Am Ende nochmal etwas Plot der sich gut und unterhaltsam lesen ließ.
Alles in Allem ein unausgewogenes Buch, das über weite Strecken eine absolute Zumutung darstellt.
Der Tod Heinrichs gestaltet sich völlig unplausibel. Gut, dass er das Buch nochmal komplett überarbeitet hat. Ich bin sehr auf die 2. Fassung gespannt. Aber erst mal Goethe 😬
— Jun 28, 2026 10:12AM
Meine Fresse, JA!
💪
Sehr viel Traktat. Am Ende nochmal etwas Plot der sich gut und unterhaltsam lesen ließ.
Alles in Allem ein unausgewogenes Buch, das über weite Strecken eine absolute Zumutung darstellt.
Der Tod Heinrichs gestaltet sich völlig unplausibel. Gut, dass er das Buch nochmal komplett überarbeitet hat. Ich bin sehr auf die 2. Fassung gespannt. Aber erst mal Goethe 😬
Anna Carina
is 75% done
„Während Schiller, der idealste Dichter einer großen Nation, seine unsterblichen Werke schrieb, konnte er nicht anders arbeiten, als wenn eine Schublade seines Schreibtisches gänzlich mit faulen Apfeln angefüllt war, deren Ausdünstung er begierig einatmete, und Goethe, den großen Realisten, befiel eine halbe Ohnmacht, als er sich einst an Schillers Schreibtisch setzte.“
Stimmt das ?? 🫢
— Jun 20, 2026 09:36AM
Stimmt das ?? 🫢
Anna Carina
is 67% done
Lange Beschreibung eines Festzuges mit anschließendem Tanz.
Das Zitat im Kommentar ist für mich nach elendig langem Palaber über Christentum und Kunst ein Lichtblick 😏 :
— Jun 19, 2026 11:59PM
Das Zitat im Kommentar ist für mich nach elendig langem Palaber über Christentum und Kunst ein Lichtblick 😏 :
Anna Carina
is 61% done
oh ha - jetzt meldet sich Keller noch persönlich zu Wort. Der Übergang von Icherzählung zum Auktorialen Erzähler, der dann an die Zeit in Deutschland anknüpft, dessen Aufbruch zu Beginn des Buches geschildert wurde, gestaltet sich übelst holprig. Nee, das liest sich inzwischen wie ein Flickwerk. Kein Wunder, dass er eine zweite Fassung nachgeschoben hat.
Habe mächtig zu kämpfen. Zitat im Kommentar.
— May 31, 2026 07:57AM
Habe mächtig zu kämpfen. Zitat im Kommentar.
Anna Carina
is 60% done
Die Jugendgeschichte in Ich-Erzählung ist vorbei.H hat Anna beerdigt u sich von Judith losgesagt,ist bei Römer in die Lehre gegangen u hat diesem durch einen Brief übel mitgespielt.H mag Goethe u muss sich mit Schuld auseinandersetzen.
Hoffe mir jetzt mehr Dynamik.Die Jugendgeschichte lief Kapitelweise in wiederholenden schematischen Mustern ab,die viel Geduld abverlangen. Die Ironie Kellers überreizt sich langsam.
— May 30, 2026 02:38AM
Hoffe mir jetzt mehr Dynamik.Die Jugendgeschichte lief Kapitelweise in wiederholenden schematischen Mustern ab,die viel Geduld abverlangen. Die Ironie Kellers überreizt sich langsam.
Anna Carina
is 38% done
Heinrich hat einen neuen Lehrer, der erst 17 Jahre zählt, der seinen Job ernst nimmt und sich Philosoph nennt. Die anderen Lehrer sind wohl froh ne verwitwete Schankwirtin zu heiraten und als „Gelehrte Wirte zu figurieren“, froh dem „Schulstaube entronnen“ zu sein.
Nicht so der neue Lehrer, der mit allerlei Verniedlichungen beschrieben wird
— Apr 12, 2026 06:55AM
Nicht so der neue Lehrer, der mit allerlei Verniedlichungen beschrieben wird
Anna Carina
is on page 311 of 865
Heinrich in Frühlingsstimmung 🤩 ...
da möchte man doch nackt mit einem Weidenköbchen schwingend über die Wiesen tänzeln...
🤭 Zitat im Kommentar
— Apr 05, 2026 06:05AM
da möchte man doch nackt mit einem Weidenköbchen schwingend über die Wiesen tänzeln...
🤭 Zitat im Kommentar
Anna Carina
is 34% done
Alta!! Hab hier ein sprachliches Leckerli für euch.
Glaub der Heinrich findet den Jean Paul ganz dufte...🤭 😵💫
Zitat im Kommentar
— Mar 21, 2026 08:17AM
Glaub der Heinrich findet den Jean Paul ganz dufte...🤭 😵💫
Zitat im Kommentar
Anna Carina
is 31% done
„So lebten wir, unbefangen und glücklich, manche Tage dahin, bald ging ich über den Berg, bald kam Anna zu uns, und unsere Freundschaft galt schon für eine ausgemachte Sache, an der niemand ein Arges fand, und ich war am Ende der einzige, welcher heimlich ihr den Namen Liebe gab, weil mir einmal nach alter Weise alles sich zum entschiedenen Romane gestaltete.“
Gedanken dazu im Kommentar
— Mar 10, 2026 12:24AM
Gedanken dazu im Kommentar
Anna Carina
is 27% done
„das junge Bäschen,schlank und zart wie eine Narzisse,in einem weißen Röckchen und mit einem himmelblauen Bande gegürtet,mit goldbraunen Haaren,blauen Äuglein,einer etwas eigensinnigen Stirne und einem kleinen lächelnden Mündchen.Auf den schmalen Wangen wallte ein Erröten über das andere hin,das feine Glockenstimmchen klang kaum vernehmbar und verhallte alle Augenblicke wieder.“
Ja, ich lese das noch 😒
— Feb 12, 2026 02:22AM
Ja, ich lese das noch 😒
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Anna Carina
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May 20, 2026 10:09AM
„Nur die Ruhe in der Bewegung hält die Welt und macht den Mann; die Welt ist innerlich ruhig und still, und so muß es auch der Mann sein, der sie verstehen und als ein wirkender Teil von ihr sich widerspiegeln will. Ruhe zieht das Leben an, Unruhe verscheucht es; Gott hält sich mäuschenstill, darum bewegt sich die Welt um ihn. Für den künstlerischen Menschen nun wäre dies so anzuwenden, daß er sich eher leidend und zusehend verhalten und die Dinge an sich vorüberziehen lassen als ihnen nachjagen soll; denn wer in einem festlichen Zuge mitzieht, kann denselben nicht so beschreiben wie der, welcher am Wege steht. Dieser ist darum nicht überflüssig oder müßig, und der Seher ist erst das ganze Leben des Gesehenen, und wenn er ein rechter Seher ist, so kommt der Augenblick, wo er sich dem Zuge anschließt mit seinem goldenen Spiegel, gleich dem achten Könige im Macbeth, der in seinem Spiegel noch viele Könige sehen ließ. Auch nicht ohne äußere Tat und Mühe ist das Sehen des ruhig Leidenden, gleichwie der Zuschauer eines Festzuges genug Mühe hat, einen guten Platz zu erringen oder zu behaupten. Dies ist die Erhaltung der Freiheit und Unbescholtenheit unserer Augen."
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Goethe klebt mir seit etwa einem Jahr, wie ein lästiger Schatten am Bein. "Ich bin nett, ich bin toll"... Ist ja gut, ich lese die Lehrjahre des Wilhelm Meister, sobald ich den Grünen Heinrich durch hab.
Ich bin mir ganz und gar nicht sicher, ob das Zitat die Haltung von Goethe trifft - Goethe ist auch ein Praktiker, auch jemand, der Erfahrung aus dem Leben schöpft, und eben gar kein Ästhetisches vorschiebt, wie Keller das beschreibt. Wenn ich Keller lese, muss ich sagen, habe ich null den Eindruck, einen Goethe-ähnlichen Geist anzutreffen. Deshalb habe ich Keller auch seit Jahrzehnten noch nicht lesen können. Dass du das durchziehst, alle Achtung.
Alexander wrote: "Ich bin mir ganz und gar nicht sicher, ob das Zitat die Haltung von Goethe trifft - Goethe ist auch ein Praktiker, auch jemand, der Erfahrung aus dem Leben schöpft, und eben gar kein Ästhetisches v..."Ich kann nur nachplappern was mein Sprachmodell dazu sagt. Es meint, dass Goethe damals sehr idealisert worden sei. Keller lässt Heinrich vom dämonisch-göttlichen Goethe sprechen. H. filtert scheinbar die praktische Seite weg.
Das würde passen, da Keller so etwas in sämtlichen Kapiteln macht. Er lässt Heinrich komplett im Idealismus aufgehen, um eine ironische Brechung auf Seiten des Alltags und realen Lebens, das dann in dem Kapitel statt findet, zu erreichen.
Ich gebe ja zu, dass das Bisschen was ich von Goethe las, gerade die Wanderjahre, den Eindruck auf mich machten, den Heinrich hier widerspiegelt.
Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Werde mich bei Zeiten intensiver mit Goethe als Person beschäftigen. Muss das jetzt erst mal so stehen lassen, da ich keine Energie habe noch mehr Baustellen aufzureißen.
Hab mir deinen Kommentar in den Notizen dazu abgespeichert, damit ich es nicht vergesse :)
Der grüne Heinrich ist gar nicht schlimm für mich zu lesen. Ich mag diesen herben Realismus Kellers sehr, auch wenn das Schema in jedem Kapitel fast das Gleiche ist. Ich lerne viel aus der Zeit und bin stellenweise sehr amüsiert. Mit ausreichend Pausen dazwischen, lässt sich das gut lesen.

