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Anna Carina
Anna Carina is 51% done
Jetzt im 3.Band 1. Kapitel.Goethe in da house. Heinrich hat sich erst mal 30 Tage sämtliche Werke reingezogen und zwitschert jetzt Goethes Lebensgrund, harmonische Passungen, innere Ruhe um zum goldenen Spiegel zu werden, in der Gegend rum. Musste mir vom Sprachmodell bestätigen lassen, dass das alles Goethes Ansinnen war, was H. hier von sich gibt und muss feststellen: ich weiß nix von Goethe.
May 20, 2026 10:08AM
Der grüne Heinrich. Erste Fassung

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Anna Carina
Anna Carina is 38% done
Heinrich hat einen neuen Lehrer, der erst 17 Jahre zählt, der seinen Job ernst nimmt und sich Philosoph nennt. Die anderen Lehrer sind wohl froh ne verwitwete Schankwirtin zu heiraten und als „Gelehrte Wirte zu figurieren“, froh dem „Schulstaube entronnen“ zu sein.
Nicht so der neue Lehrer, der mit allerlei Verniedlichungen beschrieben wird
Apr 12, 2026 06:55AM
Der grüne Heinrich. Erste Fassung


Anna Carina
Anna Carina is on page 311 of 865
Heinrich in Frühlingsstimmung 🤩 ...
da möchte man doch nackt mit einem Weidenköbchen schwingend über die Wiesen tänzeln...

🤭 Zitat im Kommentar
Apr 05, 2026 06:05AM
Der grüne Heinrich. Erste Fassung


Anna Carina
Anna Carina is 34% done
Alta!! Hab hier ein sprachliches Leckerli für euch.
Glaub der Heinrich findet den Jean Paul ganz dufte...🤭 😵‍💫

Zitat im Kommentar
Mar 21, 2026 08:17AM
Der grüne Heinrich. Erste Fassung


Anna Carina
Anna Carina is 31% done
„So lebten wir, unbefangen und glücklich, manche Tage dahin, bald ging ich über den Berg, bald kam Anna zu uns, und unsere Freundschaft galt schon für eine ausgemachte Sache, an der niemand ein Arges fand, und ich war am Ende der einzige, welcher heimlich ihr den Namen Liebe gab, weil mir einmal nach alter Weise alles sich zum entschiedenen Romane gestaltete.“

Gedanken dazu im Kommentar
Mar 10, 2026 12:24AM
Der grüne Heinrich. Erste Fassung


Anna Carina
Anna Carina is 27% done
„das junge Bäschen,schlank und zart wie eine Narzisse,in einem weißen Röckchen und mit einem himmelblauen Bande gegürtet,mit goldbraunen Haaren,blauen Äuglein,einer etwas eigensinnigen Stirne und einem kleinen lächelnden Mündchen.Auf den schmalen Wangen wallte ein Erröten über das andere hin,das feine Glockenstimmchen klang kaum vernehmbar und verhallte alle Augenblicke wieder.“

Ja, ich lese das noch 😒
Feb 12, 2026 02:22AM
Der grüne Heinrich. Erste Fassung


Anna Carina
Anna Carina is 26% done
Weiß nicht wie lange ich das noch durchhalte. Inzwischen hat es jeglichen Reiz verloren. Es ergibt sich keine Gesamterzählung. Lauter Episoden, die keine gemeinsame Dynamik ergeben. Mich nerven auch die Überzeichnungen. Die Kapitel beim Oheim lesen sich wie ein halluzinatorischer paradiesischer Rausch. Zahme Rehe, Blümchen sprießen, alle ultra fröhlich und zuvorkommend - schlimm!
Jan 18, 2026 12:31AM
Der grüne Heinrich. Erste Fassung


Anna Carina
Anna Carina is 21% done
Heinrich darf Meerkatze einer Faustaufführung spielen. Pennt im Theater ein, ist eingesperrt und darf im Bette der Grete, wie ein Hund zu ihren Füßen schlafen.
Eine lange Freundschaft entwickelt sich zur Feindschaft. Der ehemalige Freund stürzt vom Gerüst und Heinrichs rohe Gedanken dazu im Kommentar:
Jan 16, 2026 11:42AM
Der grüne Heinrich. Erste Fassung


Anna Carina
Anna Carina is 14% done
Kapitel6 beendet.Heftige Geschichte über die Nachbarn Frau Margret und ihren Mann, aus der H.dann eine Art Unausweichlichkeit ableitet solche Geschichten erzählen zu müssen,die in einer Lüge und harte Konsequenzen für Schulkamaraden führt.
Für mich schwingt hier Verantwortung mit,Fiktion als möglich zerstörerisches Werkzeug zu begreifen.H.verschafft sich durch seine Vorstellungskraft Geltung auf Kosten anderer.
Jan 13, 2026 04:46AM
Der grüne Heinrich. Erste Fassung


Anna Carina
Anna Carina is 10% done
Anschlusslektüre an"Peter Camenzind".Literaturhistorisch interessant. Ehr ein Arbeitsbuch. Er entlarvt Denkfiguren. Arbeitet mit kühler Konsequenz,was ich sehr schätze. Er lässt problematische Gedanken weitestgehend offen,hegt sie nicht ein.Lässt durch Heinrichs Reflexionen die Differenz klaffen.Überhöhungen werden ironisch,pathetisch gesetzt,um romantisch,idealistisches Denken zu karikieren...
Jan 09, 2026 01:31AM
Der grüne Heinrich. Erste Fassung


Comments Showing 1-4 of 4 (4 new)

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message 1: by Anna Carina (new) - added it

Anna Carina „Nur die Ruhe in der Bewegung hält die Welt und macht den Mann; die Welt ist innerlich ruhig und still, und so muß es auch der Mann sein, der sie verstehen und als ein wirkender Teil von ihr sich widerspiegeln will. Ruhe zieht das Leben an, Unruhe verscheucht es; Gott hält sich mäuschenstill, darum bewegt sich die Welt um ihn. Für den künstlerischen Menschen nun wäre dies so anzuwenden, daß er sich eher leidend und zusehend verhalten und die Dinge an sich vorüberziehen lassen als ihnen nachjagen soll; denn wer in einem festlichen Zuge mitzieht, kann denselben nicht so beschreiben wie der, welcher am Wege steht. Dieser ist darum nicht überflüssig oder müßig, und der Seher ist erst das ganze Leben des Gesehenen, und wenn er ein rechter Seher ist, so kommt der Augenblick, wo er sich dem Zuge anschließt mit seinem goldenen Spiegel, gleich dem achten Könige im Macbeth, der in seinem Spiegel noch viele Könige sehen ließ. Auch nicht ohne äußere Tat und Mühe ist das Sehen des ruhig Leidenden, gleichwie der Zuschauer eines Festzuges genug Mühe hat, einen guten Platz zu erringen oder zu behaupten. Dies ist die Erhaltung der Freiheit und Unbescholtenheit unserer Augen."


message 2: by Anna Carina (new) - added it

Anna Carina Goethe klebt mir seit etwa einem Jahr, wie ein lästiger Schatten am Bein. "Ich bin nett, ich bin toll"...
Ist ja gut, ich lese die Lehrjahre des Wilhelm Meister, sobald ich den Grünen Heinrich durch hab.


message 3: by Alexander (new) - added it

Alexander Carmele Ich bin mir ganz und gar nicht sicher, ob das Zitat die Haltung von Goethe trifft - Goethe ist auch ein Praktiker, auch jemand, der Erfahrung aus dem Leben schöpft, und eben gar kein Ästhetisches vorschiebt, wie Keller das beschreibt. Wenn ich Keller lese, muss ich sagen, habe ich null den Eindruck, einen Goethe-ähnlichen Geist anzutreffen. Deshalb habe ich Keller auch seit Jahrzehnten noch nicht lesen können. Dass du das durchziehst, alle Achtung.


message 4: by Anna Carina (last edited May 20, 2026 01:41PM) (new) - added it

Anna Carina Alexander wrote: "Ich bin mir ganz und gar nicht sicher, ob das Zitat die Haltung von Goethe trifft - Goethe ist auch ein Praktiker, auch jemand, der Erfahrung aus dem Leben schöpft, und eben gar kein Ästhetisches v..."

Ich kann nur nachplappern was mein Sprachmodell dazu sagt. Es meint, dass Goethe damals sehr idealisert worden sei. Keller lässt Heinrich vom dämonisch-göttlichen Goethe sprechen. H. filtert scheinbar die praktische Seite weg.
Das würde passen, da Keller so etwas in sämtlichen Kapiteln macht. Er lässt Heinrich komplett im Idealismus aufgehen, um eine ironische Brechung auf Seiten des Alltags und realen Lebens, das dann in dem Kapitel statt findet, zu erreichen.
Ich gebe ja zu, dass das Bisschen was ich von Goethe las, gerade die Wanderjahre, den Eindruck auf mich machten, den Heinrich hier widerspiegelt.
Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Werde mich bei Zeiten intensiver mit Goethe als Person beschäftigen. Muss das jetzt erst mal so stehen lassen, da ich keine Energie habe noch mehr Baustellen aufzureißen.
Hab mir deinen Kommentar in den Notizen dazu abgespeichert, damit ich es nicht vergesse :)

Der grüne Heinrich ist gar nicht schlimm für mich zu lesen. Ich mag diesen herben Realismus Kellers sehr, auch wenn das Schema in jedem Kapitel fast das Gleiche ist. Ich lerne viel aus der Zeit und bin stellenweise sehr amüsiert. Mit ausreichend Pausen dazwischen, lässt sich das gut lesen.


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