Frank’s Reviews > Auch eine Geschichte der Philosophie > Status Update
Frank
is on page 546 of 1700
Viele Seiten von oben bis unten eng bedruckt: 100 Seiten=6 Stunden Lesezeit u. nicht immer verstehe ich alles auf Anhieb. Also nix für Laien. Dabei ist das Grundproblem, der Zusammenprall theozentrischer (Judentum) und kosmozentischer (Platonismus, Buddhismus) Auffassungen im Rechtsverbund des Römischen Reiches als Konstituenten des Christentums als Kirche u. des dann Auseinanderfalls von Wissen u. Glauben spannend.
— Jun 06, 2026 08:33AM
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Frank’s Previous Updates
Frank
is on page 1659 of 1700
Bei Marx nichts Neues; Kierkegaard überzeugt ich nicht überzeugt. Sprachpragmatik bei Pierce war mein Staatsexamensthema. Die Zusammenfassung stellt heraus, dass der skizzierte Strang der Philosophie des Autors eigenen Ansatz noch philosophiehistorisch befestigen sollte. Die sprachlich-kommunikative Verfasstheit von Vernunft. Es fehlt der Reflex auf andere Kulturen, die diesen Weg nicht mit vollzogen haben. Schade.
— Jun 20, 2026 05:38AM
Frank
is on page 1559 of 1700
Herder, Schleiermacher u. Humboldt-Sprachphilosophie wie im Studium. Die Interpretation des "ungereinigten", also nicht auf "bleibende" Seiten reduzierten Hegels als des Protestanten vom Tübinger Stift, dem die Dreieinigkeit zum Vorbild philosophischer Kategorien wurde, fand ich erhellend. Habe nun verstanden, warum Feuerbach auf die Junghegelianer so befreiend wirkte. Aber wo sind die Völkerrechtsprobleme hin?
— Jun 17, 2026 11:44AM
Frank
is on page 1404 of 1700
H. konstatiert die Einsicht in den "begriffsrealistischen Aufbau" (385) von Geschichte, Lit. etc. bei Herder, Schleiermacher & Co. u. bestätigt so die Sinnhaftigkeit meines 1985 abgebrochenen Promotionsprojekts zum Real.-Begriff, das am Realienstreit (Real. vs. Nominal.) ansetze. Mein Chef (C. Träger) wusste, dass das in der DDR so nicht gehen würde u. zog die Reißleine. Nun sehe ich, was ich hätte leisten können...
— Jun 16, 2026 05:41AM
Frank
is on page 1374 of 1700
Kant. Deutlich wird: Habermas bewertet nicht, sondern stellt aus den Logiken der als Traditionszusammenhang wirkenden philosophischen Systeme heraus deren Entstehung u. Defizite als Leistungen dar. Die weltbürgerliche Absicht gilt so als verdienstvoll, sei allerdings unter der Prämisse individueller Vernunft nicht vermittelbar. Kant kommt so wenig logisch zwingend wie Hume vom vernünftigen Egoismus zur Solidarität.
— Jun 15, 2026 10:45AM
Frank
is finished
Übergang zur Subjektphilosophie (Hobbes, Locke, Spinoza. Hume). Den Autor beschäftigt, ob die Osmose von Religion u. Philosophie nach der Trennung von Glauben u. Wissen "heute fortgesetzt werden kann" (191). Letzteres erschließt sich mir (noch) nicht, aber wir werden sehen. Höhepunkt jedenfalls die klare Darstellung Spinozas. Endlich habe ich verstanden, was den Theologen Lessing dazu brachte, Spinozist zu werden.
— Jun 14, 2026 11:08AM
Frank
is on page 1016 of 1700
Luther begründet Moderne insofern er auf Legitimation des Glaubens durch Vernunft verzichtet u. damit Wissenschaft prinzipiell von Religion trennt. Gleichzeitig öffnet er dem Sektenwesen Tür u. Tor, weil jeder Bibelleser sie auslegen kann. Konfessionsstreit stärkt Subjektrechte, denn es gibt keine Christengemeinschaft mehr, für die ein göttliches Gesetz gelten könnte. Vernunftrecht wird säkular (=Völkerecht möglich).
— Jun 12, 2026 11:43AM
Frank
is on page 918 of 1700
Nach einer detailreichen Untersuchung zu scholastischen Deutungen der aristotelischen Kategorienlehre, also der Naturlehre (Recht/ Ethik) bei Thomas, Scotus u. Ockham wird die nominalistische Wende zur Trennung von Religion u. Wissen auch in Politik (Machiavelli) herausgearbeitet u. auf Bauernkrieg und Kolonialismus angewendet. Fazit: Vitorio formuliert 1538 Subjektrechte unabhängig von Religion (=Basis Völkerecht).
— Jun 11, 2026 12:51PM
Frank
is on page 677 of 1700
Plotin u. Augustinus. Aus dem unerfahrbaren Einigenden d. Kosmologie wird d. Gott d. Theologie. Spannend zu sehen, welche Konflikte d. Versuch Wissen mit Glauben zu versöhnen mit Blick auf den Ritus aufwirft. So klar war mir vorher nicht, dass Augustinus als Philosoph dachte u. Glauben mit Philosophie harmonisieren wollte. Dann lange gelehrte Passagen zur Mittelaltergeschichte mit Schwerpunkt auf Rechtsentwicklung.
— Jun 10, 2026 12:51AM
Frank
is on page 426 of 1700
Die Lektüre erinnert mich an mein 16-jähriges Ich, das alles las, was mit Gautama, Meister Kong u. Lao-Tse zu tun hatte. Trotzdem befremdet mich der Aufwand, den H. betreibt, um in den asiatischen Heilslehren a) den religiösen Charakter u. b) die Transzendierung des Heils als moralisch-rechtlicher Instanz potentiell universalistischer Geltung nachzuweisen. Wäre in groben Zügen einsichtiger als in allen Verästelungen.
— Jun 05, 2026 12:23PM

